Sonntag, 22. März 2015

Rundumadum 6 (21.03.2015)

Bei solch einem schönen Wetter am ersten Frühlingstag musste ich natürlich raus. Geplant war die 6. Etappe des Wiener Rundumadum-Wanderwegs, wobei ich aber einen Großteil der Strecke von anderen Besuchen schon kannte ("Einmal Hermesvilla und retour","09/2013 Lainzer Tiergarten" ), aber ich wollte auch diesen Teil "ordnungshalber" so absolvieren, wie der Rundumadum-Wanderweg vorsieht.

Anreise

Mit der U-Bahn-Linie U1 ging es zum Schwedenplatz, von dort weiter mit der U-Bahn U4 zur Endstation Hütteldorf. (Sehr angenehm, weil schnell, wenn man den Startpunkt mit der U-Bahn erreicht.)

Wanderung

Vom Bahnhof Hütteldorf marschierte ich am Hackinger Steg über den Wien-Fluss, um die Promenade des kleinen Franz-Schimon-Parks zu erreichen (nicht sehr ansprechend, weil gleich daneben starker Autoverkehr der Wientalstraße vorbei führt). Nicht weit davon ist der Eingang zum Lainzer Tiergarten über das Nikolaitor, wo sich am Samstagvormittag bereits zahlreiche Spaziergänger und Sportler tummelten.
Mein erster Weg führte zur Nikolaikapelle und lief dort fast mit einem Wildschwein zusammen. (Sind die gefährlich? Können die angreifen?). 
Wildschwein vor der Nikolaikapelle


Von dem Hügel der Kapelle aus hat man auch einen Panorama-Blick auf Hütteldorf. Nun spazierte ich weiter entlang eines Naturlehrpfades mit sehr ansprechenden Informationstafeln über Fauna und Flora des Lainzer Tiergartens.
 
ansprechende Informationstafeln am Naturlehrpfad
Nach dem mittlerweile schon traditionellen Tritt in den Gatsch am Anfang jeder Tour (Schuhe immer noch wasserfest) bei einer Quelle an der Hackinger Wiese (am Kartenpunkt "Quelle 1" war alles trocken, aber dafür war "Quelle 2" mit Wasser), ging es sehr unproblematisch durch den Wald, wo immer wieder Wildschweine beim Fressen zu beobachten waren. Eine nette Brücke führte über den Schallautzer Bach und auch an der Grünauer Teichwiese futterten wieder Wildschweine. 
Wildschweine beim Mittagessen

Der Weg war nun asphaltiert und mir bestens bekannt. Das unangenehmste Stück war die Rohrhausstraße, denn es geht schnurgerade ganz steil bergauf. Am Wegesrand entdeckte ich eine blühende Pflanze, die mir völlig unbekannt ist. (Was könnte das sein?)
unbekannte Pflanze

was blüht hier?

An der Rohrhauswiese musste eine kleine Verschnaufpause sein. Hätte ich nicht ohnehin Proviant eingepackt, wäre ich dank des gut besuchten Gasthauses Rohrhaus sicher nicht verdurstet. 
Ab nun ging es rasch bergab zur Hermesvilla. Es war leider nicht mehr ruhig und still, sondern zahlreiche Spaziergänger frequentierten die Wege. An der Hermesvilla ging ich nur vorbei und über den Baumlehrpfad (finde ich gut, aber war auch nichts mehr Neues für mich) peilte ich das Lainzer Tor an. Gleich dahinter liegt der Lainzer Teich.
Lainzer Teich

Entlang des Lainzerbach-Parks war es angenehm zu gehen und auch der erhöhte parkartige Grünstreifen in der Mitte der Hermesstraße ist wanderfreundlich. Der Oscar Straus-Park mit dem Denkmal war der letzte Punkt der Tour, die an der Straßenbahnstation 60 Hermesstrasse endete.
Oscar Straus-Denkmal

Abreise

Von der Station Hermesstraße mit der Straßenbahn 60 fuhr ich zur Endstation Hietzing, wo ich mit der U-Bahn-Linie U4 den Schwedenplatz erreichte. Von dort ging es mit der U-Bahn U1 heimwärts.

Fazit

Da mir der Großteil der Strecke schon bekannt war, hat es mich wenig begeistert und mir war auch zu viel los.  

Bilder von dieser Tour gibt es bei Flickr.
Verlauf der Strecke findet man bei GPSies.

Samstag, 21. März 2015

Rundumadum 5 (19.03.2015)

Endlich trafen schönes Wetter und arbeitsfreier Tag wieder zusammen. Bei der Planung war mir die 5. Etappe des Rundumadum-Wienwanderwegs zu kurz und langweilig und darum habe ich eine "extended Version" daraus gemacht, wo ich ein paar vermeintliche (!) Sehenswürdigkeiten in der Gegend auch noch besuchen wollte.

Anreise

Mit der U-Bahn U1 ging es zum Schwedenplatz, Umstieg in die U-Bahn U3 bis zur Endstation Ottakring. Von dort mit dem Bus 46B bis zur Haltestelle Feuerwache Steinhof.
In Ottakring habe ich die Busstation nicht gleich entdeckt und bin einmal eine Ehrenrunde um den Bahnhof Ottakring spaziert. Der Bus war stark frequentiert, denn zwei Kindergartengruppen und einige Mütter mit Kinderwagen hatten das gleiche Ziel. Die Anfahrt war aber trotz morgendlichem Berufsverkehr angenehm und flott. Die Strecke war mir schon bekannt, denn diese hatte ich bei der vorherigen Tour zu Fuß abmarschiert.

Wanderung

Von der bereits bekannten Feuerwache Steinhof ging es in das Erholungsgebiet Steinhof. Erst einmal passierte ich merkwürdige Beton-Klötze (Kriegsrelikte?) und einen kleinen Teich, der mir gefiel und ich wollte einmal rundherum gehen. 
Betonblöcke - Bedeutung mir unbekannt
 
kleiner Teich


Keine gute Idee, denn die wegabgewandte Seite war eine einzige Sumpfwiese und so habe ich gleich ein ordentliche Ladung Schlamm auf die Schuhe und Hose gepackt.
Nach einem kurzen Stück durch den Wald hatte ich schon einen Höhepunkt erreicht: die Kirche am Steinhof.
Kirche am Steinhof

Das herrlich sonnige Wetter ließ den goldenen-weißen Sakralbau von Otto Wagner richtig strahlen. Leider war die Kirche geschlossen - sie hätte mich sehr interessiert. 
Anschließend suchte ich noch das Jugendstiltheater (hat mich wenig begeistert) auf dem Krankenhaus-Gelände und davor befindet sich auch das Mahnmal für die Opfer am Spiegelgrund (finde ich gelungen)
Mahnmal für die Opfer am Spiegelgrund vor dem Jugendstiltheater


Die Stimmung am Krankenhaus-Areal war irgendwie still und unheimlich. Es ist nicht so schwer vorstellbar, dass sich hier so abgelegen einmal schlimme Dinge ereignet haben.
Auf dem Weg zurück zur Kirche am Steinhof gab es noch schöne Fotomotive mit dem Gedenkstein des Gründers Leopold Steiner.
Steiner-Denkmal mit Steinhof-Kirche

Nach einem Stück verließ ich das Steinhof-Gelände und ging ins Rosental und erreichte schließlich den Silbersee. Ein sehr idyllisches Plätzchen.
Silbersee

Dass mir anschließend auf einer Wiese aus dem Hinterhalt plötzlich ein Hund in den Rücken gesprungen ist, fand ich weniger lustig - dem Herrl war es egal, der ist weit weg am Wiesenrand seinen Weg gegangen. Es war ein junger Jagdhund, der einfach nur übermütig mich mal begrüssen wollte und gleich wieder weggesprintet ist. 
Bei der Wanderung zum nächsten Punkt (Quelle) habe ich irgendwie einen vernünftigen Pfad verloren. Vermutlich aufgrund von Holzfällerarbeiten und zahlreichen umgestürzten Bäumen ist der schmale Weg für mich nicht mehr erkennbar gewesen und dann war da plötzlich ein Zaun - zwar teilweise umgerissen, aber ich muss ja nicht unbeding durch Privatgelände latschen. Ich bin daraufhin querwaldein auf die hörbare Strasse zugesteuert, um von der anderen Seite das Ziel anzuvisieren. Erst im Nachhinein habe ich bemerkt, dass ich einen Hauch zu früh umdisponiert habe.
An der Hüttelbergstraße bin ich an der phantasievollen Ernst-Fuchs-Villa vorbei gekommen. Einen Besuch des Ernst-Fuchs-Museums wollte ich mir für ein anderes Mal aufheben.
Ernst-Fuchs-Museum
 
Brunnenhaus von Ernst Fuchs


Hinter der Villa war schließlich ein Weg zur gesuchten Quelle.
Gleich in der Nähe sind noch die Wagner Villa und ein Albertinisches Wasserleitungs-Häuschen zu sehen, das zwar offen stand, aber ich nicht den Eindruck hatte, dass es für die Öffentlichkeit zugängig ist.
Ab hier ging es retour auf den Rundumadum-Wanderweg, der aber nicht ganz eindeutig beschriftet war. Ich befand mich plötzlich im Gartenbereich eines Kindergartens, wo gerade Baumfällen am Programm stand. Einige Kinder zogen an einem Seil, das an einer Baumkrone befestigt war, während ein Holzfäller auf diesem Baum saß und die Spitze mit der Motersäge abschnitt.
Ich versuchte, unauffällig an den skeptischen Blicken der Betreuer vorbeizuwandern. (Zugegeben - wenn ein fremder Mann mit Kamera vormittags plötzlich aus dem Wald in einen Kindergarten stolpert, würd ich auch sehr mißtrauisch schauen.)
Nächstes anvisierte Ziele waren der Kartenpunkt "Ruine" (verfallene Villa - uninteressant) und "Trinitatiskirche" (neue evangelische Kirche-uninteressant). Interessanter war dann der letzte Punkt meiner Tour, die Pfarrkirche Hütteldorf.
Pfarrkirche Hütteldorf


Der Zielpunkt meiner Tour war der Bahnhof Hütteldorf.


Rückreise

Mit der U-Bahn-Linie U4 ging es flott zum Schwedenplatz, wo ich mit der U-Bahn-Linie U1 bald wieder zu Hause war.

Fazit

Am besten hat mir die Kirche Steinhof gefallen, ansonsten war es mittelmäßig interessant.

Die Bilder zu dieser Tour findet man bei Flickr.
Die genaue Route gibt es bei GPSies.

Sonntag, 8. März 2015

Rundumadum 4 (08.03.2015)

Die Wettervorhersage war einfach zu verlockend, um die Etappe 4 des Wiener Rundumadum-Wanderweges in Angriff zu nehmen. (Nachdem die Regeneration meines Begleiters vom Vortag noch nicht ausreichend erfolgt war, machte ich mich alleine auf den Weg.)

Anreise

Es ging flott mit der U-Bahn U1 zum Praterstern, weiter mit der U-Bahn U2 zum Schottentor und hier mit der Straßenbahnlinie 43 bis zur Endstation Neuwaldegg. Eine sehr entspannte Anreise und auch die Fahrt mit der Straßenbahn ist kurzweilig, weil man an vielen schönen Häusern vorbeifährt.

Wanderung

Als ich mich für den Marsch fertig machte und das Garmin einschaltete, bemerkte ich, dass ich beim Transfer vom Computer einen Fehler gemacht hatte und ich nur die Zielpunkte und nicht die gesamte Route am Gerät hatte. Halb so schlimm, denn die meiste Zeit ging es ohnehin auf dem Rundumadum-Weg und der ist gut beschriftet und für den Notfall hab ich immer noch eine ausgedruckte Karte von der Rundumadum-Seite dabei. (im ersten Moment hat es mich natürlich gewurmt, aber so habe ich auch wieder etwas gelernt.)

Zunächst ging ich wieder zum Schwarzenbergpark, wo ich kurz nach den Obelisken abbog. Bis zum Hanslteich (gibt schönere Teiche) war es ein akzeptabler Weg.
Hanslteich

Danach wurde es sehr mühsam. Der komplette Weg und auch links und rechts war völlig schlammig. Vom Berg schien überal Wasser herunterzulaufen und ich hatte mehrmals die Angst, dass mir der Schuh im Matsch stecken bleibt. 
 
matschige Wege
Die Wegweiser verunsicherten mich auch etwas, denn zweimal musste man durch einen kleinen Bach latschen (juhu, meine Schuhe sind tatsächlich wasserdicht). Es ging dann bergauf und blieb extrem matschig und das Ziel "Schottenhof" war auch desillusionierend, denn das war abgeschlossenes Privatgelände. Langsam wurde es leicht besser. Der Aufstieg bis zur Kreuzeichenwiese brachte mich ordentlich ins Schwitzen. Die Kreuzeichenwiese war ebenso ein einziges Schlammschlachtfeld. Das störte aber die zahlreichen Hunde dort nicht. Wieder einmal ein Hot-Spot der Gassi-Geher.
 
Kreuzeichenwiese

Ab nun wurde der Weg angenehmer. Ich zweigte von der Hauptroute noch auf einen winzigen Weg ab, weil ich auf der Karte so eine dubiose "Grab" oder "Bunker" entdeckt hatte, die ich mir ansehen wollte. Ich habe es auch gefunden - es dürfte ein Eingang zu einem Bunker sein, aber ich habe nur von oben einige Meter entfernt hinunter geblickt. Es war am Ende eines steilen rutschigen Abhanges und alleine war es mir zu riskant, runter zu kraxeln.
Nach diesem Abstecher hatte ich bald die Jubiläumswarte erreicht. Leider war sie wegen Wintersperre nicht betretbar.
Jubiläumswarte

Daneben hat die "Waldschule" zahlreiche Baumstämme mit Info-Tafeln sehr interessant präsentiert. 
Holz-Infotafeln der Waldschule


Danach ging es bergab an einem kleinen Teich vorbei und zum nächsten Ziel, der Otto-König-Warte, einem Wasserturm. Nicht sehr spektakulär.
Otto-König-Warte


Mehr interessiert hätte mich der Rundtempel, zu dem man aber nicht gehen konnte, da das Waldgebiet eingezäunt war.
Rundtempel


Schließlich erreichte ich den Endpunkt der 4. Etappe des Rundumadum-Wanderweges: die Feuerwache Steinhof.

Feuerwache Steinhof


Meine Tour ging jedoch weiter die Johann-Staud-Straße hinunter, wo man einen herrlichen Panorama-Blick auf Wien genießen konnte. 
Panoramablick auf Wien


Es ging vorbei an der Wallfahrtskirche Starchant, der Kufner Sternwarte, durch den Ottakringer Friedhof und zuletzt noch zur Kirche Alt Ottakring
Kufner Sternwarte

Kirche Alt Ottakring


Meine Tour endete an der U-Bahn-Endstelle Ottakring.

Heimreise:

Mit der U-Bahn U3 geht es flott zum Stephansplatz, wo die U-Bahn U1 mich rasch nach Hause brachte.

Fazit:

Zuerst eine Quälerei, aber die zweite Hälfte war sehenswert.

Die genaue Runde ist bei GPSies nachzuvollziehen.
Fotos findet man bei Flickr.

 

Rundumadum 3 (07.03.2015)

Bei den vergangenen Wanderungen haben Routen-Planung und Track-Aufzeichnung mit dem iPhone zwar funktioniert, aber so ganz glücklich war ich nicht damit. Zum einen leert es den Akku rasch, vor allem wenn ich mich öfter orientieren musste (wobei die größte Gefahr dank Sunny-Bag gebannt war). Zum anderen gabs immer wieder Abbrecher, wenn ich zwischendurch mit dem iPhone etwas anderes machte. Als ich vergangene Woche ein sehr günstiges Angebot für ein Garmin GPSMAP 64st entdeckte, musste ich zuschlagen. Darum war auch diese Wanderung spannend, die Neuerwerbung auf outdoor-Tauglichkeit zu testen.

Anreise:

U-Bahn U1 bis Schwedenplatz, weiter mit der U-Bahn U4 bis Spittelau und von dort mit dem Bus 35A bis nach Salmannsdorf. Diese Strecke ist angenehm, denn der Bus ist nicht überfüllt und groß und die Intervalle sind angenehm kurz

Wanderung:

Von Salmannsdorf habe ich eine andere Route zum Rundumadum-Start-Punkt Dreimarkstein gewählt, denn das steile Stück, das wir letztens hinunter sind, wollte ich nicht wieder hinauf gehen. Auch wenn es doch einige Zeit bergauf ging, so empfand ich es nicht so schlimm. Auf diesem Weg zeigten sich jede Menge frische junge Bärlauch-Blätter und einige Frauen sammelten schon fürs Kochen. Sonst gab es außer einer kleinen Wallfahrtskapelle nichts Außerordentliches zu sehen.
Waldkapelle

Beim letzen Stück zum Dreimarkstein war es ein ziemlich unscheinbarer Pfad, den ich gewählt habe und dementsprechend unwegsam war es zu gehen. Ich fands trotzdem nett, mein Begleiter nicht (*grummel*brummel*). Dann hatten wir eigentlich den schwierigsten Teil geschafft. Es ging den Rundumadum-Wanderweg einfach entlang bis zur Wiese Hameau
Hameau

Offenbar ein beliebter Ausflugspunkt, denn einige Leute saßen auf den Bänken und genossen die Sonnenstrahlen, die durch die Wolken brachen. Die Schutzhütte ist wenig spektakulär - wie dort zu lesen war, befand sich an dieser Stelle früher einmal eine richtige Erholungssiedlung.
Mit Hameau war auch der höchste Punkt der Tour erreicht und ab da ging es bergab zum Schwarzenbergpark. Je näher wir kamen, umso mehr Hunde tauchten auf. Im Park selber wimmelte es von Vierbeinern - offenbar ein Hotspot für Gassi-Geher. Wer vor freilaufenden Hunden Angst hat, sollte dieses Gelände meiden. 
 
kleiner Teich im Schwarzenbergpark
Trotz deutlicher Ermüdungserscheinungen meines Begleigers machten wir noch einen Abstecher von der Schwarzenbergpark-Allee weg durch den Wald zum Grabmal des Grafen Lacy. Nunja - auch nicht so beeindruckend.
Grabmal des Grafen Lacy

Zurück in der Allee machten wir noch eine kleine Rast im "Alleebeisl" bei Kaffee und Apfelstrudel/Cookies. (irgendwie ein eigenartiges kleines Lokal - auf der einen Seite Bobo-mäßig, auf der anderen Seite etwas unkoordiniert).
Mit letzten Kräften spazierten wir weiter auf der Allee durch die Maria-Theresien-Schaukel (mir war erst später klar dass das der Name der zwei Obelisken ist und ich diesen Wegpunkt nicht länger suchen musste). 
Maria-Theresia-Schaukel

Vom Schloß Neuwaldegg hätte ich mehr erwartet als ein flüchtiger Blick durch Bauzaunlücken. Schließlich endete die Route an der Kirche St. Anna bei der Endstelle der Straßenbahn 43.
St. Anna


Heimreise:

Straßenbahn 43 bis Schottentor, umsteigen in die U2 bis Praterstern und von dort in die U1. War bequem, schnell und unkompliziert.

Fazit:

Diese Tour hat mich nicht aus den Socken gehauen. Aber mit dem neuen Garmin bin ich sehr zufrieden. Zwar beherrsche ich es noch nicht perfekt, aber dieses Gerät ist mir wesentlich symphatischer als die iPhone-Wischerei. Leider musste ich auch feststellen, wenn ich wieder mit meinem Freund eine Tour gemeinsam machen will, dann muss ich auf jeden Fall darauf aufpassen, dass es nicht bergauf (anstrengend) oder bergab (auch anstrengend) geht oder eben nur geradeaus (langweilig).

Diese Route ist zu finden bei GPSies - mehr Bilder gibt es bei Flickr


  


Sonntag, 1. März 2015

Rundumadum 2 (01.03.2015)

Ein paar Sonnenstunden sollte es an diesem Tag geben und das musste genutzt werden. Üblicher als sonst sonntags war Aufstehen und Frühstücken angesagt. Mein Freund wollte mich trotzdem bei der 2. Etappe des Wiener Rundumadum-Wanderwegs begleiten.

Anreise:

U1 - Schwedenplatz - U4 - Heiligenstadt - Bus 38A - Parkplatz Cobenzl. Trotz Sonntagmorgen war dieser Bus wieder bumvoll. Das schöne Wetter wollten so früh offenbar auch andere noch nutzen. Meine Sitznachbarn waren so richtig ekelige Fahrgäste (Müsli-essend und mit vollem offenen Mund redend und dabei herumspuckend, während der andere unerträglichen Mundgeruch hatte und sein kleiner Hund mir dauernd hochsprang). Diese Buslinie gehört eindeutig nicht zu meinen Favoriten

Wanderung:

Bei blauem Himmel ging es vom Parkplatz am Weingut Cobenzl vorbei entlang großer Wiesen mit schönem Weitblick. Dann ging es kaum bergig weiter in den Wald und ich war erleichtert, dass der Anfangsteil nicht anstrengend war, denn so war die Motivation meines Freundes trotz Frühaufstehens nicht erschüttert.
große Wiese mit Kinderspielplatz

Es wurde zwar etwas matschig und schneerutschig, aber alles im eträglichen Maße. Als wir schließlich bei strahlendem Sonnenschein am Gasthaus zum Agnesbrünnl kamen, hat uns die große Terrasse zum Verweilen eingeladen. Die Speisekarte verlockte uns auch zu einem frühen Mittagessen und wir haben die "traditionellen Gerichte" (Beuschl, Blunzn) nicht bereut - sehr lecker. Wir konnte von der Terrasse auf der großen Wiese die Hunde und Kinder beim Herumtollen beobachten und es war richtig schön frühlingshaft warm.
Wiese beim Agnesbrünnl

Nach einer kleinen Verirrung (so kamen wir wenigstens auch an den Eseln und Vogelvolieren neben dem Gasthaus vorbei) fanden wir auch als kleinen Abstecher den abschüssigen und matschigen Weg hinunter zum Agnesbrünnl. In den Gebüschen kraxelten immer wieder verstörte Leute mit Navi-Geräten herum - ich vermute mal, dass es sich um verzweifelte Geocacher handelte ;-).

Agnesbrünnl

Wenn ich schon an eine Quelle komme, muss ich natürlich das Wasser kosten: der sinnliche Aaah!-Effekt blieb aus, denn es schmeckte wie gschmolzenes Schneewasser. 
Warum rund um die Quelle lauter bunte Bänder an den Bäumen gewickelt waren, hat sich mir nicht erschlossen.

Ab dem Agnesbrünnl wurde der Weg richtig matschig, schneebedeckt und es ging steiler bergauf. Wir stapften auf den Hermannskogel. Mein Begleiter wurde stummer und meine inflationären Ansagen - "nur mehr bis dort vorne und dann gehts nur mehr bergab" - immer unglaubwürdiger. Ich habe natürlich vorher - sicherheitshalber - nicht verraten, dass es auf den höchsten Punkt Wiens geht. Das letzte Stück bis zur Habsburgwarte war richtig ungut zu gehen: vereist, steinig, rutschig. Trotzdem war dann das Ziel ein Höhepunkt und wir konnten in der Sonne schön rasten.
Habsburgwarte am Hermannskogel

Ab nun gings nur mehr bergab - dachte ich ;-) - zumindest für eine Weile wanderten wir entlang der Wiener/Niederösterreichischen Grenze im Wald bergab und die Wege wurden wieder breiter, besser gehbarer und mehr Leute frequentierten die Wege. Auch fand man jede Menge gefüllte schwarze "Sackerl fürs Gackerl" neben den Wegen herumliegen. Warum hebt man die Hundewürstl mit dem Sackerl auf, wenn man dann das Sackerl in der Natur wegschmeisst? Da ists aber naturfreundlicher, wenn man gleich die Scheiße liegen läßt.
Rohrerwiese

Nach einer kurzen Verschnaufpause bei der Rohrerwiese kam es doch noch "ein bisschen" bergauf. Inzwischen habe ich nur mehr mit mir selber gesprochen, denn ich konnte das Schweigen meines Freundes nicht deuten, ob wegen Atemlosigkeit oder Hass auf meine Bergab-Versprechungen.
Irgendwann erreichten wir das Gasthaus Häusl am Stoan am Dreimarkstein (ja,ja - hätte mir auch auffallen können, das dieser Name nach Berggipfel klingt). Von hier belohnte aber ein eindrucksvoller Panoramablick auf Wien
Blick auf Wien vom Dreimarkstein aus


Beim Rundumadum-Weg ist hier das Ziel der 2. Etappe. Da aber nur sehr sehr selten der 43A Halt macht und dieser uns nur wieder zum Cobenzl (und damit zum ungeliebten 38A) bringen würde, wanderten wir weiter nach Salmannsdorf. Es war bald eine asphaltierte Straße, doch die war richtig extrem steil und eng. Dafür konnten wir aber jede Menge hübscher alter Häuschen, prächtige Villen und furchtbare "Architektenhäuser" bewundern. 
Sulzgasse in Salmannsdorf

Viele Stufen ging es die Sulzgasse hinunter und schließlich erreichten wir die Busstation 35A Salmannsdorf. (Beim Anblick des Buses erschien ein verklärtes Lächeln auf dem Gesicht meines Freundes und er schaltete von Schneckentempo auf Highspeed. "Ahh..Sitzen" waren die ersten Worte, die er im Bus wieder an mich richtete")

Rückreise:

Mit dem 35A ging es richtig bequem hinunter in die Stadt. Aber schon wieder einen Freak als Sitznachbarn (laute Selbstgespräche und unmotiviertes Aufspringen und Aufstampfen). Endstation Spittelau war Umstiegstelle - U4 - Schwedenplatz - U1. Als wir in unsere Straße kamen, begann es zu regnen. Besser hätte das Timing heute nicht sein können.

Fazit: 

Bisher die schönste Etappe des Rundumadum-Weges

Mehr Bilder von dieser Tour gibt es bei Flickr.
Unser Tour-Verlauf ist zu finden bei MotionX.