Donnerstag, 31. März 2016

Gelesen: Markus Walther "Buchland"


Titel:Buchland (Limitierte und nummerierte Sonderausgabe. Mit Illustrationen von Markus Walther)
Autor: Markus Walther
Verlag: Acabus Verlag
ISBN: 978-3-86282-273-7


Auf den Autor Markus Walther bin ich zufällig im Internet gestoßen und das Werk "Kleine Scheißhausgeschichten: 68 kurzweilige Geschichten zum Schmunzeln" habe ich als erstes von ihm gelesen. Es hat mir ausgezeichnet gefallen und war der Beginn vieler weiterer vergnüglichen Lesestunden mit Büchern aus seiner Feder. Ich verfolge auch interessiert sein laufendes Schaffen, denn Markus Walther erlaubt in den sozialen Medien (z.B. Facebook, Twitter) Einblicke in seine Kreativität.

Vor einigen Jahren hatte er seinen ersten Roman "Buchland" veröffentlicht, der mich vollends faszinierte. Es war einer jener magischen Momente, wo genau das richtige Buch zum richtigen Zeitpunkt mich als Leser erwischte. Einige Zeit später veröffentlichte der Verlag die limitierte und nummerierte Sonderausgabe mit Illustrationen von Markus Walther, die ich mir mit Freuden zulegte. Vor kurzem erschien die Fortsetzung "Beatrice - Rückkehr ins Buchland", die ich mir natürlich bereits zugelegt habe. Bevor ich jedoch mit dieser Lektüre beginnne, wollte ich meine Erinnerungen noch mal auffrischen und habe das Buch wieder gelesen. Es gibt nur wenige Bücher, die ich mehrmals lese - das sind schon ganz besondere Werke - dieses gehört dazu.


Auch bei der erneuten Lektüre ist der Zauber nicht verflogen. Man betritt mit Beatrice, einer gescheiterten Buchhändlerin, das Antiquariat von Herrn Plana und erlebt gemeinsam mit ihr die seltsamen Vorgänge in diesem scheinbar kleinen Laden. Abseits des Verkaufsraumes verbirgt das Antiquariat eine eigene Welt. Herr Plana hat mit Beatrice Geheimnisvolles vor, doch bis das Ziel erreicht ist, müssen noch einige Hürden überwunden werden, denn vieles ist anders als es scheint und Realität und Fantasie beginnen zu verrinnen.

An allen Ecken und Enden des Werkes findet man Querverweise zur Literatur und es wird über die Bedeutung von Büchern und die Liebhaberei dazu philosophiert. Es beschreibt sehr umfassend meine eigene Einstellung zum Lesen und die Freude dazu. Darum hat es mich wahrscheinlich so tief ins Herz getroffen. Vor kurzem habe ich das Buch "Zwitschernde Fische" von Andreas Séché gelesen und ich fand bei der jetzigen Lektüre viele schöne Anknüpfungspunkte zwischen diesen beiden Werken. Es ist immer wieder faszinierend, wie sich bei meiner mehr dem Zufall überlassenen Reihenfolge der Bücher, die ich lese, plötzlich Vernetzungen auftauchen und eine zusätzliche Bereicherung werden.

Die limitierte Sonderausgabe, die ich hier in der Hand halte, hat noch zusätzlich Illustrationen von Markus Walther, die wunderbar gelungen und passend sind.

Zusammenfassend kann ich dieses Buch nur wärmstens jedem Buchliebhaber empfehlen. Auf jeden Fall ist es Teil meiner Lieblingsbücherliste.




Montag, 28. März 2016

Gelesen: Andreas Laudan: "Pharmakos. Wenn in dir die Bombe tickt."

Titel: Pharmakos. Wenn in dir die Bombe tickt.
Autor: Andreas Laudan
Verlag: Universo Verlag
ISBN: 978-3-956741319


Diesen Thriller habe ich von meiner Mutter erhalten. Wir sind beide Vielleser und zwischen ihr und mir herrscht reger Buch-Austausch. Dabei reichen wir uns gegenseitig natürlich nur Bücher weiter, die für den anderen interessant sein könnten. Werke, die wir nicht empfehlenswert halten, finden diesen Weg der Verbreitung nicht. Dadurch kommt eine gute "Aussortierung" der Lektüre zustande und es ist schön, dass unsere Geschmäcker nicht so weit auseinander liegen und die Buchempfehlungen selten ein Reinfall werden.

In "Pharmokos" begibt sich der Leser in das Deutschland im Jahr 2019. Die sozialen Spannungen sind heftig geworden und wer keine Arbeit (mehr) hat, fällt stigmatisiert rasch tief im Ansehen und Lebensstil. Ebenso ergeht es der Hauptfigur Volker. Aufgrund einer Krebserkrankung befindet er sich im Krankenhaus und als sein Bettnachbar im Sterben liegt, erfährt er, dass auch seine Stunden gezählt sind. Mit letzter Kraft und der ablaufenden Lebenszeit im Rücken, beginnt ein rasanter Wettlauf durch Deutschland, um sein Schicksal vielleicht im letzten Moment zu wenden, aber um zumindest die Öffentlichkeit darauf aufmerksam zu machen, was sich im Geheimen abspielt, um die Kosten der Sozialschmarotzer für den Staat zu reduzieren.

Das Buch ist sehr geradlinig geschrieben und leicht zu lesen. Es ist ein actionreicher Trip zum Finale, wobei in meinen Augen das Ende sehr vorhersehbar war. Auch nahm ich der Hauptfigur nicht ganz ab, dass sie noch die Energie für soviel Kraftakte hat. 

Zusammengefasst: Es ist leichte Action-Unterhaltung, die ich zwischendurch auch mal gerne lese, um das Hirn etwas entspannen zu lassen. Doch für eine Empfehlung reicht es bei mir nicht. 







Montag, 14. März 2016

Gelesen: "Spülen nicht vergessen"

Titel: Spülen nicht vergessen!
Autoren: Stefan Schabenberger, Lars Lindigkeit
Verlag: Schwarzkopf & Schwarzkopf
ISBN:978-3896024800 

Zwei junge Männer machen sich den Jux, durch Deutschlands Toiletten zu ziehen und ihre Kamera über verschlossene Kabinentüren zu halten und die sich verborgen geglaubten Benutzer zu fotografieren.

An diesem Buch hat mich der Aufbau besonders genervt. Zunächst folgt eine Serie von Bildern - ohne Seitenangaben ohne Kommentar. In der Mitte ist dann ein Konglomerat von Texten, dann kommen wieder Bilder und am Ende ist eine ungeordnete Zusammenstellung, zu welchen Bildern es Texte gibt, wo sie gemacht wurden und welche Bilder keinen Text haben. Es ist ein ständiges Hin- und Herblättern und Suchen, welcher Text zu welchem Bild gehört.

Aber im Nachhinein hat sich die Mühe nicht gelohnt, denn die Texte hatten kaum Mehrwert, sondern sind ein paar humoristische Einlagen über die Orte des Geschehens. Leider aber sind das richtig flache pubertäre Ergüsse, die sehr gezwungen rüberkommen.

Auf den Bildern sieht man von oben herab auf die Köpfe von (meistens) Männern auf bzw. neben der Schüssel und sie verrichten nicht nur ihr "Geschäft", sondern sie lesen Zeitung, Essen, lesen Zeitung,.... aha .... man wundert sich vielleicht ein wenig - manchmal über die Menschen, manchmal über das "stille Örtchen" selbst, aber am Ende bleibt nach der Lektüre nicht viel übrig.


Sonntag, 6. März 2016

Rundumadum 19+20: Breitenlee - Süssenbrunn - Gerasdorf (06.03.2016)

Den regenfreien Sonntagvormittag musste ich nutzen, um die nächste Etappe des Wiener Rundumadum Wanderwegs zu absolvieren. Eigentlich wollte ich zunächst nur Etappe Nr. 19 machen, doch am Ziel entschied ich mich, noch die zum Glück auch schon vorbereitete Etappe Nr. 20 weiter zu gehen.

Anreise:

Von der U-Bahn-Station U1 Kagraner Platz fuhr ich mit der Autobuslinie 24A bis zur Haltestelle Breitenlee Ort, wo auch der Startpunkt der Wanderung war.

Wanderung:

Gleich am Beginn ist die Pfarrkirche von Breitenlee zu sehen. Da gerade eine Hl. Messe darin stattfand, bin ich nicht hineingegangen. 
Pfarrkirche St. Anna Breitenlee

Hier war auch das Ortszentrum mit dem für diese Orte typischen Anger, auf dem ein Kriegsdenkmal stand und am anderen Ende sich das Wiener Schulmuseum, das aber offenbar nicht so spontan besucht werden kann. Kurz danach verließ ich die Breitenleer Straße Richtung Süssenbrunn. Man geht stets am Rande von Einfamilienhäusern-Siedlungen und weiten Feldern mit Windrädern am Horizont. 
weite Ebene bei Breitenlee

Immer wieder sieht man Bienenstock-Anlagen von Imkern. Den gesamten Weg passiert man einige Male einige Teiche, aber sie sind öffentlich nicht zugänglich (also ein kleines Bankerl am See, das öffentlich zugänglich ist, wär schon ganz nett, aber hier schottet man sich mit hohen Zäunen ganz dicht ab - schade). Mir hat die Strecke nicht so sonderlich gefallen, denn es sind oft lange, schnurgerade Wege mit viel "Gstettn" (verwildertes, verwuchertes, verwahrlostes Gelände) links und rechts. 
Erst der Badeteich von Süßenbrunn war zugänglich und um diesen bin ich spontan rundherum gegangen.
Badeteich Süßenbrunn

Bald darauf kam ich ins Ortszentrum, wo ich am Schloss Süßenbrunn vorbeischaute - man konnte aber nur durch das Gittertor schauen. Endpunkt wäre schließlich die Kirche in Süßenbrunn

Nachdem meine Kräfte noch ausreichend waren, das Wetter auch noch nicht nach Regen aussah und bisher mich nur wenige Höhepunkte auf meinem Weg erfreuten, entschloss ich die Route Nr. 20 gleich anzuschließen.

Man geht an der Ludwig Reiter Schuhmanufaktur vorbei, passiert Pferde-Koppeln und Golfanlagen und latscht dann nur mehr querfeldein Richtung Gerasdorf - bei sehr viel Wind. Eine ziemlich öde Strecke. Endpunkt meiner Wanderung war der Bahnhof Gerasdorf.
Felder bei Gerasdorf


Heimreise:

Mit der Schnellbahn vom Bahnhof Gerasdorf geht es nur eine Station bis zur U-Bahn-Station U1 Leopoldau.

Fazit: zähe, uninteressante Route

Bilder der Wanderung gibt es bei Flickr
Meinen genauen Weg findet man bei GPSies


Samstag, 5. März 2016

Leseabbruch: Einsteins Hund

Titel: 

Autor: 

Übersetzer: 

Verlag: 


ISBN: 978-3-642-34758-0

Angeregt durch die Erwähnung in der Zeitschrift "Forschen und Entdecken" habe ich mir dieses Buch in meiner Stammbuchhandlung Freudensprung gekauft, in der Hoffnung, die Sache mit der Relativitätstheorie einmal richtig zu verstehen.
Doch nach ca. 100 Seiten habe ich abgebrochen. Zum einen hatte ich immer mehr Aussetzer beim Verstehen (im Gegensatz zur Hauptfigur der Hündin Emmy) und konnte mir immer weniger vorstellen, zum anderen ging es um Dinge, die auf meine Alltagsrealität überhaupt keinen Bezug haben. Es geht um Dimensionen jenseits der Vorstellungskraft. Ich verlor völlig das Interesse daran und mir wurde es blunzenwurscht egal ob eine Uhr mit irgendeiner utopischen Geschwindigkeit irgendwo langsamer tickt oder irgendetwas kürzer oder länger wird.
Hier liegt es offensichtlich am Thema, an dem ich auch früher schon öfter gescheitert bin. 
Obwohl es mir sehr widerstrebt, ein Buch nicht fertig zu lesen, so habe ich hier die Lektüre abgebrochen, weil ich keinen Sinn oder Gewinn mehr darin sah.

Fazit: ich bin blöder als ein Hund
Bewertung: - (keine Bewertung, da abgebrochen)