Samstag, 14. Mai 2016

Rundumadum 22+23 (Stammersdorf-Strebersdorf)

Die Wettervorhersage für den Beginn des verlängerten Pfingstwochenendes war nicht gerade berauschend, aber es gab eine Wahrscheinlichkeit, dass die Regenfälle nicht so dramatisch ausfallen und so machte ich mich frühmorgens auf die Spuren der 22. und 23. Etappe des Wiener Rundumadum-Wanderwegs. Da der Endpunkt der 22. Etappe mit öffentlichen Verkehrsmitteln so schlecht zu erreichen ist, habe ich gleich die 23. Etappe angeschlossen.

Anreise:

Mit der U-Bahn-Line U1 zur Station Kagraner Platz. Von hier fährt die Buslinie 31A und an der Haltestelle Großjedlersdorf bin ich in den Bus 30A umgestiegen und bis zur Endstation Freiheitsplatz in Stammersdorf gefahren, was auch mein Startpunkt war.

Wanderung:

Zunächst ging es leicht bergauf die Erbpostgasse entlang, eine klassische "Hintaus-Straße" (Keller und Felder). Am Rendezvousberg knüpfte ich an meine vergangene Route an und spazierte zwischen Feldern Richtung Alter Pulverturm
Alter Pulvertum
(wenn ich richtig gelesen hätte, dass das eine Ortsbezeichnung ist und kein Denkmal, hätte ich nicht umsonst diesen mysteriösen Turm gesucht). 

Bereits auf dem Weg dorthin hat man eine wunderschöne weite Aussicht auf Wien. Auch ist die Strecke hübsch und nicht langweilig. Natürlich begann es genau hier zum ersten Mal ordentlich zu schütten. Glücklicherweise erwies sich meine Ausrüstung als regendicht und da es nicht zu kalt war, hat es mir nicht viel ausgemacht.
Weingärten und Fernblick auf Wien
Es ging weiter kleine Wege durch Wäldchen und immer wieder kann man einen schönen Fernblick haben, aber auch die Flora ist nicht zu vernachlässigen. Nach der "Alten Schanze" habe ich die kleine Abzweigung zum Aussichtspunkt verpasst (ich fand es halt grad lustig mitten im Regen "das Wandern ist des Müllers Lust" zu singen, weil weit und breit niemand war - da passt man auf sein Navi-Gerät nicht so auf). Die Weingärten waren häufig mit Elektrozäunen umgeben - offenbar greifen hier viele Spaziergänger auf die Trauben.
Erst beim Eichendorff-Denkmal begegneten mir im Regen wieder ein paar unerschütterliche Sportler.
Eichendorff-Denkmal
Ab hier ging es nur mehr bergab - vorbei am Magdalenenhof in das Erholungsgebiet Bisamberg und beim Zwischenzielpunkt Haltestelle Senderstraße hörte der Regen endlich wieder auf.
Nach viel Natur kam nun viel Kellergasse - der Weg war wegen der Pflastersteinstraße nicht so angenehm zu gehen.
alter Weinkeller
Nach dem Friedhof erreicht man wieder Siedlungsgebiet. Mit zwei Abstechern zur Johannes de Salle-Kirche und zur Pfarrkirche Maria Königin ging es Richtung Marchfeldkanal

Johannes de Salle-Kirche
Bei der Prager Straße hatte ich mich zunächst todesmutig über die stark befahrene Verkehrsader gewagt (um erst danach die Unterführung zu sehen) und bin kurz danach auf eine "Aus Sicherheitsgründen ist dieser Weg gesperrt"-Warnung gestoßen. Da ich nicht wusste, welche Gefahr drohte (wenn ich alleine unterwegs bin, will ich nichts riskieren), verwarf ich meinen ersten Gedanken, die Warnung zu ignorieren. Ich musste meinen geplanten Weg ändern und anders den Zielpunkt Bahnhof Strebersdorf erreichen.
Marchfeldkanal

Heimweg:

Mit der Straßenbahnlinie 26 geht es bequem zur U-Bahn-Station U6 Floridsdorf.

Fazit: Der letzte Abschnitt war zwar weniger spektakulär, aber sonst hat mir die Route - trotz Regen - sehr gut gefallen. Kann ich mir bei schönem Wetter noch beeindruckender vorstellen.

Bilder der Wanderung gibt es auf Flickr
Die genaue Route findet man auf GPSies

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